public discourse
Mai 2013 bis Dezember 2013

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KUNST UND WIRTSCHAFT | Art and Economy

Künstlerische Wissensvermittlung, performative Vorträge und Sprechakte
Konzipiert von Sabine Schneider, Künstlerin, Berlin; Katarzyna Sekulla, Kuratorin, Berlin; Barbara Green, Kuratorin, Berlin, Wayra Schübel, Kuratorin, Berlin

In der Themenreihe "Kunst und Wirtschaft" im Rahmen der public discourse Reihe des Projekts ARTS CLUB BERLIN im Verein Berliner Künstler werden unterschiedliche innovative Strategien des künstlerischen Umgangs mit aktuellen Phänomenen der Wirtschaft reflektiert. Ziel ist, die Kommunikation zwischen Künstlern und Vertretern aus verschiedenen Wirtschaftszweigen anzuregen, um die jeweils spezifischen Potenziale gegenseitig/miteinander nutzbar zu machen. Eingeladene Referenten sind Künstler und Wissenschaftler sowie Experten der Ressorts Wirtschaft und Finanzen.


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Montag, 27. Mai 2013 | Art pushes business

27. Mai 2013

Art pushes business

Dagmar Frick Islitzer
Künstlerin, (*1964 Balzers/Liechtenstein, lebt und arbeitet in Liechtenstein)
Die Künstlerbrille
Wie können sich Führungskräfte von Künstlern inspirieren lassen?
Seit 2010 befasst sich Dagmar Frick-Islitzer gestalterisch und kognitiv mit künstlerischen Prozessen und untersucht, wie diese auf unternehmerische Prozesse übertragen werden können. 2012 war sie drei Monate lang im Atelier des Fürstentums Liechtenstein in Berlin zu Gast. In mehr als 40 intensiven Interviews mit Führungskräften und Kunstschaffenden verschiedener Disziplinen recherchierte und dokumentierte sie deren Arbeitsprozesse. Die Kulturvermittlerin stellt einige Ergebnisse ihrer Recherche im Arts Club Berlin vor. Ihr besonderes Interesse gilt der Frage, wie sich Führungskräfte vom künstlerischen Schaffensprozess inspirieren und anregen lassen können.

So unterschiedlich im Ergebnis ist, was Führungskräfte und Künstler bewirken und gestalten wollen, in den zu meisternden Herausforderungen finden sich erstaunliche Parallelen. Künstler wie Führungskräfte müssen sich bewusst und gezielt Freiräume schaffen, um in einen kreativen Fluss zu kommen und um so zu unkonventionellen Problemlösungen zu gelangen. Sie müssen mit unabänderlichen Rahmenbedingungen umgehen und weiterarbeiten, ihre Vorstellung über Weg und Ziel dauernd anpassen und dabei Neues schöpfen. Künstler gehen jedoch auffallend anders an Fragestellungen und Probleme heran als Führungskräfte. Indem Frick-Islitzer Parallelen und Unterschiede zwischen den beiden Arbeitswelten herausarbeitet, wird auch deutlich, wie Führungskräfte von der künstlerischen Herangehensweise profitieren könnten.

Dagmar Frick-Islitzer (*1964) ist ausgebildete Kulturvermittlerin und bildende Künstlerin. Aber nicht nur. Sie arbeitete über zwanzig Jahre im Produkt- und Projektmanagement international tätiger Industrieunternehmen und leitete das Marketing eines Theaters. 2009 machte sie sich mit Kubus Kulturvermittlung selbständig und bindet so betriebswirtschaftliche, künstlerische und pädagogischen Erfahrungen zusammen. Sie hält Vorträge und Workshops für Führungskräfte, Mitarbeiter und Auszubildende. Dabei verbindet sie stets betriebliche Themen und Anliegen mit künstlerischen Methoden.

Montag, 17. JUNI 2013 | public discource

17. JUNI 2013

public discource
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KUNST und WIRTSCHAFT

Polypoly – Geld für alle
LAVALUNA FILM
Dinah Pfaus, Musikerin
und Roland Pfaus,
Schauspieler und Filmemacher
Moderation Sabine Schneider


www. lavalunafilm.de Die Filmemacher setzen sich mit alternativen Geldsystemen auseinander, berichten über in den Medien kaum beachtete Initiativen, Alternativen zur weltweiten Abhängigkeit vom derzeitigen Geldsystem mit seinen umwelt- und gesellschaftszerstörenden Ausmaßen zu entwickeln. Nicht eine Lösung für alle ist hier die Devise, sondern viele Lösungen für unterschiedliche Menschen und unterschiedliche Bedürfnisse. Von den leistungsgedeckten Währungen, Euro- oder Dollar- gedeckten Währungen, Zeit-Währungen und Zeit-Banken oder auch das schwedische JAK-Bank- System. Inspiration, über Geld neu und lösungsorientiert nachzudenken.

Anschließend:
Diskussion über das Thema mit den Filmemachern Dinah Pfaus-Schilffarth und Roland Pfaus und einigen Vertretern der Minuto-Währung, die bereits Deutschlandweit praktiziert wird und die man selbst herstellen kann.

Montag, 16. SEPTEMBER 2013 | public discource

16. SEPTEMBER 2013

public discource
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TATORT KUNSTMESSE

Gäste: Dr. Peter Funken & Tobias Kuttner
Moderation: Wayra Schübel

Innerhalb des public discourse Programms des ARTS CLUB BERLIN geht es am 16. September unter dem Titel "Tatort Kunstmesse", um die Entwicklung und Perspektive von Kunstmessen als Marktplatz für Kunst mit dem Fokus auf Berlin.
Als Referenten sprechen Dr. Peter Funken, Kurator der diesjährigen Berliner Liste,  Tobias Kuttner, Mit-Initiator der Preview Art Fair Berlin und die Galerie- Managerin (LSD- Galerie) Wayra Schübel.
Im Rahmen der Diskussion wird der Galeriestandort Berlin kritisch beleuchtet und der Frage nachgegangen, welche Konsequenzen der Wegfall der Berliner Hauptmesse Artforum Berlin für den Standort Berlin hat. Es gibt internationale Messen, die sehr erfolgreich sind; abseits solcher Spitzenveranstaltungen braucht man Strategien, damit so etwas spannend für alle Beteiligten bleibt: für die Sammler, Künstler, Galeristen.        
Wird die diesjährige Berlin Art Week diese Erwartungen erfüllen können ?
Das Diskursprogramm kuratiert auf Einladung des VBK die Kultur-Managerin Barbara Green.

Weitere Informationen finden Sie in der Pressemeldung

Montag, 21. Oktober 2013 | public discource

21. Oktober 2013
public discource

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REINIGUNGSGESELLSCHAFT
Labor im Denkraum Kunst an der Schnittstelle zu anderen gesellschaftlichen Bereichen
Henrik Mayer, Künstler, Martin Keil, Künstler
Moderation: Katarzyna Sekulla
Informationen über Reinigungsgesellschaft unter www.reinigungsgesellschaft.de

Montag, 28. Oktober 2013 | public discource

Oktober 2013

28. Oktober 2013
public discource

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KUNST UND GELD
Vortrag von
Christina von Braun, Professorin für Kulturwissenschaft an der HU Berlin,
Autorin des Buches Der Preis des Geldes - Eine Kulturgeschichte
Moderation, Sabine Schneider


Um 1800 beginnt das Papiergeld in die Wirtschaft einzugreifen. Ohne Papiergeld, das sich so schön  vermehren lässt, gibt es keine Industrialisierung. Man verlässt den Goldstandard, als auch dieser der Multiplikation des Geldes zu enge Grenzen setzt. Und heute, wo Geld nur noch elektronischer Impuls ist, lassen sich die Millionen in Sekundenschnelle mit zusätzlichen Nullen versehen. Eben das ist aber auch das Problem: In dem Maße, in dem sich das Geld vermehrt, nähert es sich dem Nichts. Soll heißen: Unsere ganzen schönen Vermögen sind dem Untergang geweiht? Oh nein, es gibt einen Retter: die Kunst.
Der Kunstmarkt entstand parallel zum Papiergeld, und mit der Multiplikation der Nullen wuchsen auch die Preise der Kunst. Sie verliehen dem Geld die notwendige Deckung, eine existentielle Sicherheit. Aber auch umgekehrt: Steigende Marktwerte garantieren, dass Kunst ‚echt was wert’ ist – bis der Kaufpreis zum einzigen Kriterium wurde, nach dem der Wert der Kunst bemessen wird.
Die Allianz von Geld und Kunst ist uralt: Beide haben ihren Ursprung im Sakralen, beide fordern Opfer und schenken Leben, beide verbinden Menschenleben, beide sind angewiesen auf den Sinn des Sehens. Das erklärt die Funktion, die das Geld der Kunst zugewiesen hat. Aber muss deshalb auch die Kunst für immer ins Gefängnis des Geldes eingeschlossen sein? Muss sie dran glauben, damit wir alle ans Geld glauben können? Viele zerbrechen sich den Kopf über Auswege aus der Finanzkrise. Sollten wir uns nicht auch darüber Gedanken machen, wie wir die Kunst davor bewahren, den Preis des Geldes zu zahlen? Dass das Geld Blüten produziert, bedeutet nicht zwingend eine Blüte der Kunst.


Montag, 16. Dezember 2013 | public discource

Dezember 2013

Montag, 16. Dezember 2013
public discourse

Das Suomenlinna Money Lab in Helsinki
Dr. Susanne Jaschko, Kuratorin

Der Vortrag stellte ein partizipatives Projekt in den Mittelpunkt, das eine alternative lokale Währung für die kleine Insel Suomenlinna bei Helsinki zu schaffen versuchte. Das Suomenlinna Money Lab basierte auf der Idee, Geld als soziales Medium einzusetzen und mit ihm ein Handlungsfeld zu öffnen, in dem es zu einer Neubestimmung sozialer und ökonomischer Beziehungen kommen kann. Auch wenn das Projekt des britischen Künstlers Christian Nold letztendlich nicht realisiert wurde, ist der Prozess, den das Projekt durchlief, aufschlussreich: Er zeigt Schlüsselfaktoren auf, die in der Entwicklung partizipativer Projekte zu beachten sind, und zeichnet das Bild einer Insel, die in einem künstlichen, historischen Zustand gehalten wird.

OFFENER KÜNSTLER CLUB
Mai – Dezember 2013
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Montag, 6. Mai 2013 | offener Künstlerclub

6. MAI 2013

Künstlerpräsentation
Quihong Klein spielt auf der chinesischen Pipa

Montag, 3. Juni 2013 | offener Künstlerclub

3. JUNI 2013

berlinerpool - moblies KünstlerInnenarchiv
Andrzej Raszyk, GF berlinerpool

Moblies KünstlerInnenarchiv berlinerpool ist eine KünstlerInneninitiative,
die Kooperationen und Netzwerke zwischen KünstlerInnen, KuratorInnen
und Projekträumen schafft und strukturiert. Seit 2004 hat sich
berlinerpool in ein breites Netzwerk und eine ausführliche Informationsplattform
für gegenwärtige Kunst entwickelt. berlinerpool wird besucht von KuratorInnen,
TheoretikerInnen und StudentenInnen sowie andere Interessierte der Berliner
Kunstszene. Die Recherche kann online, im physischen Archiv vor Ort oder
temporär innerhalb anderer projektbezogenen Örtlichkeiten und
kunstinstitutioneller Kontexte erfolgen. berlinerpool mobiles KünstlerInnenarchiv
war vorgestellt u.a. bei BERLINER LISTE, MicaMocaProject Berlin, tmp.deluxe,
arttransponder, Martin Gropius Bau, Berlinische Galerie.
berlinerpool hat 240 Mitglieder.

www.berlinerpool.de

Montag, 8. Juli 2013 | offener Künstlerclub

08. JULI 2013

OFFENER KÜNSTLERCLUB
Ein internationales Forum für Künstler_innen, Kurator_innen und Kulturschaffende

www.touring-artists.info
Das Informationsportal für international mobile Künstlerinnen und Künstler
Christine Heemsoth,
Internationale Gesellschaft der Bildenden Künste (igbk)
Marianne Gielen,
Moderation
Team ACB/Künstlerin des VBK/Vorstand im IGBK

Immer mehr Künstler/innen sind grenzüberschreitend tätig.
Internationale Austauschprojekte, Ausstellungsbeteiligungen oder Aufenthalte
in Künstlerhäusern gehören fast schon zur Tagesordnung.
Mit zunehmender Mobilität sind Künstler/innen aber auch vermehrt mit Fragen
hinsichtlich rechtlicher Rahmenbedingungen und Verwaltungsverfahren
konfrontiert. Ob es sich um Ausländersteuer, Rückwarenregelung,
Auslandskrankenversicherung oder Möglichkeiten einer Reisekostenförderung handelt.
Das Informationsportal touring artists bietet international mobilen Künstlerinnen
und Künstlern der Sparten Bildende Kunst und Darstellende Kunst einen fundierten
Einstieg in die Themen Steuern, Zoll, Sozialversicherung, Urheberrecht,
Visa/Aufenthalt und Förderung für internationale Projekte.

Im ARTS CLUB BERLIN wurde die Website http://www.touring-artists.info vorgestellt, die seit April 2013 online ist.

touring artists ist ein Projekt der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste
(www.igbk.de) und
des Internationalen Theaterinstituts - Zentrum Deutschland
(www.iti-germany.de), gefördert durch den Beauftragen
der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM).

Montag, 7. Oktober 2013 | offener Künstlerclub

07. OKTOBER 2013

 

ARTCONNECT BERLIN
präsentiert von
Solveig Maria Ebbinghaus
und Ricardo Amaral

Montag, 4. November 2013 | offener Künstlerclub

4. NOVEMBER 2013

KUNST und RECHT
Dr. Ralph Mayer, LL.M.

Dr. Ralph Mayer studierte Jura in Marburg, Köln und Urbana-Champaign /USA und wurde 1986 promoviert.
Er ist seit mehr als 20 Jahren als Rechtsanwalt tätig, zunächst als Unternehmensjurist bei  ExxonMobil, seit 2003 als selbständiger Anwalt in Berlin.

Einer seiner Beratungsschwerpunkte betrifft das Recht des Künstlers sowohl in der Musik als auch in der Bildenden Kunst.
Hierbei geht es um die Gestaltung von Verträgen mit Käufern, Galerien und Museen, vor allem mit internationalem Bezug.

Beim Verhältnis von Eigentums-, Urheber- und Persönlichkeitsrechten stellt sich die Frage, inwieweit der Erwerb von Kunst auch zu seiner uneingeschränkten Nutzung berechtigt. Was ist ein urheberrechtlich geschütztes Werk? Wann darf ein geschütztes Werk vervielfältigt und ausgestellt werden und wie werden Nutzungsrechte eingeräumt und übertragen?
Welche Auswirkungen hat das Internet auf die Schutzrechte des Künstlers?

Montag, 12. Dezember 2013 | offener Künstlerclub

12. DEZEMBER 2013
"Der Maler Munch"

Anlässlich des Gedenkjahres zum 150. Geburtstag des Malers Edvard Munch in Kooperation mit der Königlichen Norwegischen Botschaft.

Lesung mit Tanja Langer, Autorin 

ARD-Mediathek (ttt-titel thesen temperamente):
Mit-Schriftstellerin-Tanja-Langer-auf-Spurensuche

Norwegische Botschaft

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